Monah Kundl durfte Anfang Oktober Österreich bei der U15‑Europameisterschaft vertreten. Das Turnier fand auf der Insel Sotra, westlich von Bergen, statt – einer Region, die für ihre moderne Sportinfrastruktur und die Ausrichtung internationaler Nachwuchsevents bekannt ist. Insgesamt nahmen 36 Nationen teil, Österreich entsandte ein Team aus vier Spielerinnen und Spielern sowie zwei Nationaltrainern. Für Monah bedeutete die Teilnahme das bislang größte internationale Ereignis ihrer jungen Badmintonlaufbahn.
Im Dameneinzel traf die 14‑Jährige bereits in Runde 1 auf die Französin Clara Menegazzi Briquet, die als Nummer 3 gesetzt war und später das Halbfinale erreichte. Der erste Satz verlief schwierig, da Monah mit den ungewohnten Bedingungen eines Großevents zu kämpfen hatte. Im zweiten Satz fand sie deutlich besser ins Spiel, konnte die Partie aber nicht mehr drehen und unterlag mit 8:21, 15:21.
Im Damendoppel an der Seite von Emily Sun startete Monah stark ins Turnier. Die beiden gewannen ihre Auftaktpartie gegen eine Paarung aus Island souverän mit 21:10 und 21:8. In der Round of 32 wartete dann die auf Nummer 6 gesetzte Kombination Mutiara Mandala / Maria Popov (England/Bulgarien). Trotz guter Ansätze mussten sich die Österreicherinnen mit 11:21 und 9:21 geschlagen geben.
Laut ÖBV‑Trainer wäre angesichts ihrer Form und der gezeigten Ballwechsel bei einer günstigeren Auslosung durchaus ein Achtel‑ oder sogar Viertelfinale möglich gewesen.
Die Europameisterschaft auf Sotra war für Monah eine außergewöhnlich wertvolle Erfahrung. Sie sammelte wichtige Eindrücke auf internationaler Bühne, zeigte starke Leistungen und bewies, dass sie auch im Kreis der besten europäischen Nachwuchsspielerinnen bestehen kann. Ein bedeutender Schritt auf ihrem sportlichen Weg – und ein Moment, auf den der Verein mit großem Stolz blickt.
Göran Schwack, sportlicher Leiter der Sektion Badminton, blickt positiv zurück: “Für unseren Verein ist es etwas Besonderes, wenn eine Spielerin aus der eigenen Jugend auf europäischer Bühne antreten darf. Monah hat sich in Norwegen hervorragend präsentiert und gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Solche Erfahrungen sind unbezahlbar und ein wichtiger Baustein für ihre weitere Entwicklung.”
